Interview mit Herrn Miller 4: Haiti
Februar 8, 2010
Simon: “Herr Miller, fast einen Monat nach dem Erdbeben auf der Karibikinsel Haiti wollen sie mit mir über dieses Thema reden. Warum?”
Herr Miller: “Ach weißt du, Naturkatastrophen hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Viel interessanter ist die Reaktion der restlichen Menschheit, ihre Sensationsgeilheit, ihre plötzliche Betroffenheit, diese ganze verlogene Scheiße. Bevor in Haiti die Erde bebte, interessierte sich kein Schwein für dieses Land, viele mussten sicher erstmal googlen um zu gucken, wo das Land überhaupt liegt, nur um dann zu lesen ‘drittärmstes Land der Welt’, komisch, wo waren da die Spendenaufrufe, die Spendengalas, die Millionen Euro, die die Bundesregierung plötzlich aus dem Ärmel schüttelte?! Jeden Tag sterben so viele Menschen, die machen nur den Fehler, dass sie an so unspektakulären Dingen wie Malaria oder Hunger sterben, zu wenig Blut, die Bilder verkaufen sich einfach nicht, wer guckt sich schon gerne Bilder von sterbenden Kindern an, die kein sauberes Trinkwasser haben, während auf dem anderen Kanal Hähnchenbrust mit Bärlauchrisotto zubereitet wird? So viele Spendengalas könnte George Clooney gar nicht veranstalten, der kauft sich lieber eine neue Nobelkarosse oder noch eine Villa. Und die Normalsterblichen spenden dann an irgendwelche dahergelaufenen Misereors und Samariterbunde 5 lausige Euros um sich die Absolution zu erkaufen, nur um am nächsten Tag dreimal so viel Geld für sinnlosen Schrott auszugeben, den sie sowieso nicht brauchen. Den Fünfer hätten sie eine Woche vorher lieber in ein Spar-Menü bei Mc Donald’s investiert als ihn an Haiti zu spenden, nein, erst muss man wieder von den Medien dazu aufgefordert werden auch mal ein paar Euro in den Klingelbeutel zu werfen, durch rießige Schlagzeilen mit blutenden und heulenden Kindern, die irgendein Reporter für zehntausende an die Nachrichtenagenturen vertickt hat, aus dem Leid anderer Profit schlagen, lieber ein paar Fotos knipsen, als selber versuchen Menschenleben zu retten. Nur, damit das Thema dann nach einer Woche wieder aus den Nachrichten fliegt, dann gibt es nochmal einen kleinen Artikel auf Seite 59 irgendeiner Tageszeitung und fertig ist, die sind da unten vor dem Erdbeben schon nicht klar gekommen, dann werden sie jetzt weiter nicht klar kommen, wir warten solang auf die nächste Katastrophe, irgendein Flugzeugabsturz, Vulkanausbruch, Tsunami oder Amoklauf wird schon kommen, wo alle dann wieder Betroffenheit vorspielen können.”
Wochenmarkt
Februar 4, 2010
Die älteren Herren am Gulaschstand schauen heute ein bisschen mürrischer als sonst, vielleicht weil ihnen heute nicht die herzensgute Rubensfrau Roswitha ihr Gulasch verkauft, sondern eine kleine Südostasiatin, die irgendwie nie nicht so ganz versteht, was die Herren wollen und mit einem fragenden Gesicht auf ihre Töpfe zeigt und immer “Das?” fragt. Die Eier-Frau gegenüber packt ihre ersten Kartons wieder ein, während die Verkäuferin in “Christa’s Currybude” (nur stilecht mit falsch gesetztem Apostroph) noch alle Hände voll zu tun hat ihre kritische Kundschaft satt und damit auch ruhig zu kriegen. Der Wochenmarkt im Stadtteil ist das Wochenhighlight in einem jedem Rentnerleben und so will es nun mal auch mit Currywurst oder Fischfrikadelle begangen werden. Wo kann man denn sonst als älteres Semester noch gemütlich einen “Happen” zu sich nehmen, ohne von hektischen Leuten überrannt zu werden, Wochenmarkt ist Rentnertreff, wer sonst hätte unter der Woche Morgens Zeit um sich durch enge Marktgänge zu schieben?! Ich verweile kurz zwischen Obst und Käsestand und schaue den Tauben zu, wie sie flink über die Straße huschen, immer auf der Suche nach einigen Krümeln, in ständiger Angst von sorglosen Passanten mit einem kräftigen Tritt über den Jordan geschossen zu werden. Ein paar Meter weiter sitzt der Stadtteilobdachlose, an dem Platz, an dem er immer sitzt, zusammen mit seinem Hund auf einer kleinen Decke und unterhält sich mit einem Passanten. Es scheint so, als ob ihn hier jeder kennen würde, ständig bleiben Leute stehen und halten ein kurzes Pläuschchen mit ihm, nur um ihm im Anschluss einen Euro in die Hand zu drücken und ruhigen Gewissens weiter ziehen zu können. Ich überlege kurz wie hoch seine Ausbeute täglich ist und ob es zu spät wäre für eine Umschulung, frage mich dann aber, warum Obdachlose meist einen Hund bei sich haben, ich habe mal gehört, dass es ihnen nur um die Gesellschaft mit dem Tier ginge, aber so ganz vorstellen kann ich mir das nicht, der Mitleidsfaktor mit einem Hund ist noch um einiges größer. Nun ja, wahrscheinlich wird es nie abschließend geklärt sein, zumindest heute nicht. Ein paar Meter weiter betrete ich eine Drogerie, vor der Tür steht ein Sicherheitsmann, klein, schmächtig, hat es für die Discotür wohl nicht gereicht, Abstellgleis Drogerie. Um das Geschäft nicht ganz ohne Artikel zu verlassen, stehe ich vor dem Lutschbonbon-Regal und versuche mir einen Überblick über das Angebot zu verschaffen, eine Tüte Fisherman’s Friend sticht mir in’s Auge, ich habe mir noch nie eine eigene Packung gekauft, es wäre das erste Mal in meinem Leben. Ich mache gern Sachen zum ersten Mal in meinem Leben, wie diese Fisherman’s zum Beispiel, oder einfach mal einen anderen Weg zum gewünschten Ziel nehmen, weil man den noch nie genommen hat, es ist dieser kleine Hauch Abenteuer, der auch bei so kleinen Sachen noch mitschwingt, die Flucht aus dem Alltag, aus der Realität, weg aus dieser Drogerie, rein in mein Abenteuer, weg von diesen fetten alten Menschen mit ihrem ekelhaften Gulasch. Meine Fisherman’s kassiert Anita, eine Drogistin, ich wusste vorher gar nicht, dass es einen solchen Beruf überhaupt gibt, doch kann ich mir ungefähr ausmalen wie oft sie schon Drogen-Witze gehört hat, nachdem sie erklärte, dass sie Drogistin ist. Raus aus dem Geschäft, rein in das Gedrängel, Babygeschrei, “Kirschen, das Kilo nur dreifuffzig”.
Kleine Prinzessin
Februar 2, 2010
Weil ich jetzt lieber eine Folge Dr. Psycho gucke und deßhalb nichts längeres schreiben kann, müsst ihr euch vorerst mit dem Bild meiner neuesten Errungenschaft zufriedengeben. Aber keine Angst, es sind einige Ideen für neue geschriebene Sachen vorhanden und sogar notiert, damit ich ja nichts vergesse.
Für schlappe 3,99€ bin ich nun Eigentümer dieses 2-teiligen Prinzessinnen-Schmucksets:

Wenn man bedenkt, dass ich fast 21 Lebensjahre gebraucht habe um soetwas zu besitzen, man man man.
Kino 2, Reihe E, Platz 17
Januar 31, 2010
Es gibt Momente im Leben, die sind schwer zu verstehen, wie damals, als ich ausversehen Nutella auf mein Käsebrötchen geschmiert habe oder letzten Dienstag, als mich ein Schneeball am Hinterkopf traf und hinter mir befand sich nur eine rüstige Rentnerin, die mit Dackel und Spazierstock kämpfte. So ähnlich ist es auch, wenn man versucht sich heutzutage einen Kinofilm in einem dafür vorgesehenen Kinosaal anzuschauen. Dazu muss man wissen, dass ein Kinobesuch vor einigen Jahren ausschließlich daraus bestand, dass man großzügig ein 5-Mark-Stück auf den Tresen knallte, eine Kinokarte in die Hand gedrückt bekam und schließlich im Kinosaal Platz nehmen konnte wo man lustig war. Ein Hauch von Anarchie geisterte durch die Kinosäle, wunderschöne Gesetzlosigkeit, keine übergeordnete Instanz gab dir vor, auf welchem Platz du zu sitzen hast oder neben welcher Person du sitzen musst. Doch irgendwann kamen sie dann, die Logen, die Missgeburten einer perfiden Idee eines neuen Kinochefs, der sich schon immer über die Schlendrianzustände unter dem alten Chef echauffierte und jetzt endlich seine wahnwitzigen und machtgeilen Pläne durchsetzen konnte, vorbei war es mit dieser unsittlichen Selbstbestimmung von grenzdebilen Kinogängern, hier wehte nun ein anderer Wind. Erst langsam und unauffällig, später dann forsch und ungehalten wurden Kinokarten gedruckt mit Sitzplatznummern drauf, mussten unterbezahlte Auszubildene kleine silberne Nummern auf jeden Platz kleben, nie wieder sollte in diesem Kino ein Besucher auf einem falschen Platz sitzen. Langsam aber sicher unterwanderten die Logenplätze die Kinosäle und in den Köpfen der Besucher brannte sich immer mehr der Gedanke “Bor ey, geil, ein eigener Platz ey, nur für mich.” ein. Unbemerkt von vielen veränderte das neue System die Menschen, wildfremde Menschen saßen nun Schulter an Schulter in den Kinosesseln, obwohl der Rest des Kinos menschenleer, doch wenn auf der Karte Platz 17 steht, dann setz man sich auch auf Platz 17. Die Karte hat gesprochen!
Interview mit Herrn Miller 3: Kleidung
Januar 29, 2010
Simon: “Herr Miller, haben sie ein Lieblingskleidungsstück?”
Herr Miller: “Nein, nicht wirklich, aber ich mag diesen grünen Pullover, den ich mir vor Jahren mal bei der Caritas geholt habe, den kennst du doch.”
Simon: “Versuchen sie denn, sich modisch zu kleiden?”
Herr Miller: “Naja, wie der letzte Schlunz will ich natürlich nicht rumlaufen, aber irgendwelchen Trends will ich auch nicht hinterherlaufen. Ein alter Mann mit Flip-Flops, wie sähe das denn aus? Aber generell sollte man sich an sowas nicht orientieren, dafür ist das Leben doch viel zu kurz. Kleidung muss praktisch sein und dem Träger einigermaßend gefallen, mehr nicht. Über die Außenwirkung sollte man sich nicht so viele Gedanken machen, zu mal es meistens keinerlei Rolle spielt, was man trägt, sondern wie man sich verhält. Da war dieses kleine Mädchen in der Bahn letztens, vielleicht so 10 Jahre, sie trug hohe schwarze Stiefel, wie sie sonst nur Frauen tragen, bei denen man sich für 30 Euro einen blasen lassen kann. Wahrscheinlich dachte dieses Mädchen, oder vielleicht auch ihre Mutter, dass sie modisch angezogen ist mit diesen Stiefel, aber mal abgesehen von den Stiefel stand das Mädchen da und kaute mit offenem Mund Kaugummi, da bringen selbst die modernsten und hübschesten Kleidungsstücke nichts, das Gesamtbild ist ruiniert.”
Simon: “Sie stehen Mode also eher ablehnend gegenüber?”
Herr Miller: “Ablehnend trifft es nicht ganz, denn wenn ich etwas ablehne, dann müsste es mich vorher wenigstens mal interessiert haben, aber das hat Mode nie. Es ist einfach so, Mode wird heutzutage hochstilisiert zu etwas Weltbewegendem, die Menschen versuchen sich über Kleidung auszudrücken und sich zu präsentieren, aber mal ganz ehrlich, wie soll ein einzelner Fetzen Stoff, den man irgendwo als T-Shirt für 15 Euro gekauft hat, einen Charakter darstellen? Das kann nicht funktionieren. Und deswegen ist mir diese ganze Materie einfach viel zu fremd, als dass sie interessant für mich wäre.”
Simon: “Also lieber praktische und günstige Kleidung?!”
Herr Miller: “Gefallen muss sie einem auch noch, dann ist sie perfekt. Was die anderen sagen, da scheißt der Hund drauf.”
Ich liebe Schnee
Januar 26, 2010
Es gibt Momente im Leben, da hört die Kindheit offiziell auf, wenn man seinen ersten eigenen Bausparvertrag unterschreibt zum Beispiel, oder in einem Bewerbungsgespräch sitzt, oder wenn man anfängt Schnee zu hassen. Spätestens dann wird man zu einem dieser Menschen, die sich beschweren, wenn das eigene Kind Grasflecken auf der Hose hat oder am Strand lieber schlafen, als eine Sandburg zu bauen. Irgendwann kennt man dann die Benzinpreise auswendig, unterhält sich mit seinen Freunden über Lebensversicherungen und Steuererklärungen, interessiert sich plötzlich für Aktienkurse, Aquaristik und DTM-Startaufstellungen und sagt solche Sätze wie “Also langsam könnte es mit dem Schnee auch mal genug sein” oder “Ich glaub ich geh morgen mal zu dieser Ü30-Party”.
Wie mir mein mp3-Player täglich mein Leben rettet
Januar 25, 2010
Oder “Warum mein mp3-Player jeden Tag die körperliche Unversehrtheit meiner Mitfahrer rettet”
Es ist 16:15 Uhr, der Bus fährt vor. Als die Türen sich öffnen, beginnt Tschaikowskis Klavierkonzert Nr.1 und ich kann beobachten, wie ungefähr 20 Schulkinder versuchen sich gleichzeitig in den Bus zu drücken um möglichst als erster in der letzten Reihe zu sitzen. Ich habe Glück und kann meinen bevorzugten Sitzplatz einnehmen. Der Bus beginnt seine Runde und nach der ersten Ampel wird das Klavierkonzert deutlich leiser und die Kinder immer lauter, schade, dass Tschaikowski jetzt nicht hier ist, er würde die Kinder sicher auf russisch anschnauzen, um sie dann am Hosenbund hochkant aus dem Bus zu werfen. Die letzten Klaviernoten klingen aus und sobald setzt die Stimme von Serj Tankian ein, System of a Down, eine hervorragende Band, was die wohl gerade machen? Wie die Herren wohl im Anzug aussehen, oder welchen Job sie jetzt hätten, wenn sie keine erfolgreichen Musiker geworden wären. Was würde Madonna heute tun, wenn sie damals nicht leichtbekleidet auf irgendwelchen Bühnen rumgehüpft wäre, wäre sie jetzt Hausfrau und Mutter oder doch eher Versicherungskauffrau? Die kleinen Jungs vor mir reden über Prügeleien. An der nächsten Haltestelle steigt eine Frau ein, die mir zufälligerweise durch 17 Ecken bekannt ist, zum Glück sieht sie mich nicht und platziert ihren doch etwas breiter gewordenen Hintern im vorderen Teil des Fahrzeugs, so bleibt uns beiden ein peinliches Grüßen erspart. Mit ihr steigt ein älterer Mann mit langen braunen Haaren und noch viel längerem graumeliertem Bart ein, ich seh ihn häufiger, meistens fährt er nur eine oder zwei Haltestellen mit dem Bus mit, setzt sich aber selbst für diese kurze Strecke immer auf den gleichen Platz. Aus der letzten Reihe dröhnt Musik, oder zumindest das, was diese jungen Herren als Musik empfinden. Zwar bin ich mir ziemlich sicher, dass unsere Vorstellungen von Musik weiter nicht auseinander reichen können, doch wenigstens hört sich das, was gerade bei mir läuft, nicht so an, als würde eine erkältete 7-Jährige versuchen zu beatboxen. Aber auch egal, schließlich beginnt gerad in dem Moment Paranoid und Ozzy Osbourne brüllt mir in mein Ohr, hachja. Beim nächsten Stopp betritt ein junger Mann, offensichtlich der Subkultur Metal zuzuordnen, den Bus und hält bemerkbar lang den Blickkontakt zu mir aufrecht, ob er merkt, dass hier gerade Black Sabbath läuft? Ein Junge läuft durch den Bus und sagt dabei “Slipeinlage”. Für einen Moment bin ich unkonzentriert und bemerke so gar nicht, dass aus meinen Kopfhörern jetzt Eminem zu hören ist, irgendwie schade, dass ich seinen Film immer noch nicht gesehen hab, aber irgendwie auch nicht. An einer Ampel steht der Bus neben einer Tankstelle und ich fantasiere mir wieder ein Leben mit eigenem Kraftfahrzeug herbei, ach was, schließlich hat es letzte Nacht geschneit und ich hätte sicher eh vergessen Winterreifen aufziehen zu lassen, sodass ich sowieso den Bus hätte nehmen müssen. Weil ich die ganze Zeit gegen die Scheibe atme, ist diese leicht beschlagen und ich nutze die Chance um einen Smiley zu malen. Als die Horde Schulkinder, Beleidigungen um sich werfend, gemeinsam den Bus verlässt, senkt sich der Lärmpegel deutlich und ich kann sogar das erleichternde Seufzen der Renter aus dem vorderen Teil hören. Was passiert eigentlich, wenn das Altenheim wieder einen Tagesausflug macht und sich das Rentervolk mal demonstrativ in die letzten Reihen setzt, müssen dann die coolen Jungs vorne beim Fahrer sitzen? Adam Green spielt und mir ist nach Tanzen zumute. Jedes Mal, wenn ich Adam Green höre, muss ich an seine Woodstock-Dixiklo-Geschichte denken, sowas hinterlässt anscheinend einen bleibenden Eindruck. Trotz der Musik auf den Ohren und dem spontanen Drang tanzen zu wollen, stehe ich steif auf, setze meinen Rucksack auf, während ich langsam zur Tür laufe, möglichst ohne dabei hinzufallen oder sonst wie ein Trottel zu wirken und denke dabei daran, den Busfahrer zu verpetzen, wenn er nicht anhält. Sein Glück, er hält an.
Ein Hund im Büro?
Januar 23, 2010
Ein wunderbarer Stromberg-Remix von Self-X. Ein Hund im Böro?
Das erinnert mich daran, dass ich mir noch alle Staffeln davon kaufen wollte. Oder will mir das vielleicht jemand schenken? Ich wäre nicht abgeneigt.
An Frau Böse und an Frau Batman
Januar 22, 2010
Um diesen Beitrag zu verstehen, empfiehlt sich die Lektüre des erstens Briefs an Frau Böse: [KLICK]
Liebe Frau Böse vom Lidl,
mit Entsetzen musste ich feststellen, dass du in die neue Lidlfiliale im Essener Hbf gewechselt bist und wir uns dementsprechend seltener sehen können. Außerdem hatte ich mir auf den letzten Brief eine Antwort erhofft, doch diese blieb mir leider verwehrt. Aber ich will ja nicht alle Schuld am Nichtzustandekommen unserer Ehe dir zuschreiben, ich gebe zu, ich hätte die Sache vielleicht anders angehen sollen. Dafür ist es aber nun leider zu spät. Ich hoffe unser Verhältnis zueinander ist durch diese Sache jetzt nicht allzu gestört und du kassierst in naher Zukunft trotzdem ganz fleißig mein Bier und die Chips ab.
Liebe Grüße
Simon
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Liebe Frau Batman vom 1-Euro-Laden,
als du gestern meine 10er-Packung Wassereis eingescannt und ich dir danach mein 1-Euro Stück in die Hand gab, war es Liebe auf den ersten Blick. Soetwas habe ich noch nie erlebt und seit gestern kann ich an nichts anderes mehr denken als an dein Namensschild dich. Ich weiß, man sollte es nicht zu schnell angehen lassen und sich erstmal kennenlernen, doch was hälst du von einer Spontanhochzeit? Den Ort bestimmst du, ich wäre ja für Las Vegas, aber nur wenn du bezahlst. Ich hoffe wir sehen uns bald vorm Traualtar wieder.
Liebe Grüße
Simon
Park Knight
Januar 21, 2010

…he’s the hero that the Playground deserves, but not the one it needs right now…and so we won’t play with him…because he can take it…because he’s not a hero…he’s a silent guardian, a watchful protector…a Park Knight…
(via Tumblr)
(An dieser Stelle sei nochmal auf meine Tumblr-Seite nomissimon.tumblr.com verwiesen, wo ich häufiger solche Sachen poste. Aber dieses Bild mit dem Kommentar darunter hat einen eigenen Blogbeitrag verdient. Ach und Last.fm hab ich jetzt auch, zu finden rechts unter “Simon woanders”. Wenn ihr ebenfalls bei einer dieser Dienste Mitglied seid und unbedingt eine digitale Freundschaft mit mir anfangen wollt, könnt ihr das gerne tun.)