Mein Mini-Mammut und Ich

von nomissimon

Über Gentechnik und Stammzellenforschung ist schon viel geschrieben worden, beide Seiten führen ihre Argumente in’s Feld und selbst in 11er-Religionskursen entfachen hitzige Diskussionen, die meistens damit enden, dass man sich über die Uneinigkeit einig ist. Ich selbst habe mich von solchen fruchtlosen Diskussionen immer möglichst weit fern gehalten und mich stattdessen schonmal mit den Möglichkeiten der voranschreitenden Forschung auseinandergesetzt.

Sobald das Erschaffen von Lebensformen aus DNA-Strängen perfektioniert und es einigermaßend erschwinglich geworden ist, werde ich mich um die Erschaffung eines Mini-Mammuts bemühen und versuchen mit meinen eingeschränkten Mitteln die Forschung möglichst schnell in diese Richtung zu leiten. Eingefrorene Mammuts scheint es in Russland ja wie Sand am Meer zu geben, daraus lässt sich sicher eine Miniversion eines Mammuts erschaffen.

Mit seinen 90-110 Zentimeter Schulterhöhe wird sich das Mini-Mammut perfekt als Reit- und Lastentier eignen, sein Fell wird kuschelig weich, trotzdem haart es nicht und ist auch sonst ziemlich nützlich für das tägliche Leben. Als mutiges Wachmammut kann es Hof oder Wohnung zuverlässig schützen und beweist auch auf der Straße tapferen Einsatz gegen angreifende Hunde oder sonstige Tiere. Auf kurzen bis langen Spaziergängen ernährt sich das Mammut von verschiedenen Gräsern, Ästen und Beeren und trägt den müden Besitzer auch mal die restliche Strecke nach Hause. Das Mammut ist stubenrein, pflegeleicht und nicht sehr wählerisch bei seiner Schlafplatzwahl. Sein Rüssel dient als Allzweckgegenstand, der sich für diverse anfallende Aufgaben im Haushalt als äußert praktisch erweist. Das Mammut ist sozialverträglich, versteht sich gut mit Kindern, Verwandten und Postboten, kann aber auch als Abschreckwaffe gegen lästigen Schwiegerelternbesuch eingesetzt werden. Das Mammut lernt schnell und hat so bereits nach kurzer Zeit eine Vielzahl von Tricks und Kommandos erlernt.

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