Im Morgengrauen

von nomissimon

Es ist kurz vor 5 Uhr als ich den Schlüssel in das Schloss meiner Wohnung schiebe und ihn langsam umdrehe. Das Haus ist ganz ruhig und seine restlichen Bewohner scheinen noch zu schlafen. Im Flur lege ich meinen Rucksack ab, ziehe mir die Jacke aus und hänge sie an die Garderobe. Mit meinem Rucksack in der rechten Hand betrete ich die Küche. Die aufgehende Sonne wirft ihre ersten Sonnenstrahlen in meine kleine Einbauküche. An der Spüle stelle ich meinen Rucksack ab, öffne ihn und hole ein in Leinenstoff gewickeltes Küchenmesser heraus. Mit kaltem Wasser spüle ich das Blut von der Klinge. Ich nehme ein Geschirrtuch und streiche damit sanft über das Messer. Ich halte die Klinge in das Sonnenlicht und begutachte mein Werkzeug. Der feingeschliffene Edelstahl reflektiert die Morgenröte auf eine wunderschöne und beruhigende Art.

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