Die Faust in der Tasche

von nomissimon

Die rechte Hand habe ich als Faust geballt in der Tasche versteckt. Mit der linken klammer ich mich an die Rückenlehne des Stuhls um das Zittern zu unterdrücken. Ich weiß nicht genau, warum meine Hände zittern. In diesem Moment rasen mir die Gedanken durch den Kopf. Ich spüre Wut in mir, tiefe unbändige Wut, Ohnmacht und Angst. Der Gedanke, dass man für manche Menschen nichts weiteres ist als eine unscheinbare weiße Karteikarte, eine weitere Akte in einem alten, hässlichen Schrank, überwiegt in mir und macht mich nur noch wütender. Als ich angesprochen werde, schweige ich, nicke bloß und schlucke meinen Zorn runter. Es gäbe tausende Dinge, die ich zu sagen hätte, doch ich schlucke es einfach wieder runter.

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