Ohne Titel (19)

von nomissimon

Einer der ersten Sonnenstrahlen entführt mich aus dem Schlaf. Noch leicht verschlafen wälze ich mich auf meiner Isomatte und lasse meinen Blick durch das Zelt wandern. Auf meine Uhr schau ich nicht, weil es mir sowieso egal ist welche Uhrzeit es ist. Ich öffne die beiden Reißverschlüsse an meinem Zelt und fahre mit der Hand über den nassen Rasen. Dann nehme ich meine Strandmatte, entrolle sie auf dem Rasen und krabbel langsam aus meinem kleinen Ein-Mann-Zelt. Der Himmel ist wolkenlos und die gerade aufgegangene Sonne wärmt meine Arme. Auf dem Campingplatz ist es ungewohnt still, nur vereinzelt fährt ein Auto auf der nahegelegenen Straße. Mehrere Minuten sitze ich tatenlos auf meiner Matte, schaue mich um und genieße die Einfachheit. Es ist ein wunderbares Gefühl  endlich mal wieder loslassen zu können und etwas Abstand zu spüren.

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