Ohne Titel (21)

von nomissimon

Ich weiß schon lange nicht mehr wo mir der Kopf steht. Mein Leben ist geprägt von einer ständigen Flucht vor der Realität. Ich kann oder will nicht begreifen, was um mich herum geschieht. Alles dreht sich, immer schneller und schneller, und mir fehlt der Punkt, an dem ich einfach anhalten und aussteigen kann. Weil mir alles viel zu viel wird und ich überhaupt nicht weiß, ob dass alles einen Sinn oder Zweck hat. Vielleicht bilde ich es mir auch einfach nur ein und drehe langsam durch, aber die Angst zu scheitern, zu versagen, hinzufallen und nicht mehr aufstehen zu können, ist ein ständiger Begleiter geworden und so ungemein intensiv und alles überdeckend. Was würde mir aber anderes übrig bleiben, als es immer und immer wieder zu versuchen und nicht aufzugeben, obwohl es nicht den Hauch einer Hoffnung gibt? Den Scherbenhaufen, den ich mir vielleicht sogar nur einrede, mit einem Kehrblech zusammenfegen und wieder von Neuem anzufangen. Irgendwie. Auch wenn mir der Mut fehlt. Weiter geht es sowieso.

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